Angebote für Jugendliche zwischen Schule und Lehrabschluss

Unsere Angebote im Überblick

Für das Wohnen der jungen Erwachsenen stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Das richtige Wohnangebot wird vor der Aufnahme mit den Klientem und dessen Umfeld geprüft. In jedem Wohnangebot sollen sie in ihren Kompetenzen für eine selbständige und selbstbestimmte Lebensführung und in der Übernahme der Verantwortung für ihr eigenes Leben gefördert werden. Das Ziel ist die langfristige Selbständigkeit der jungen Menschen in allen Bereichen.

Der junge Mensch wird von einer Bezugsperson begleitet. Ausgehend von den Ressourcen des jungen Menschen bietet diese Unterstützung und Beratung in folgenden Bereichen je nach Bedarf an:

  • Heranführen an selbständiges Wohnen und Bewältigung des Alltags
  • Umgang mit Finanzen und administrativen Aufgaben
  • Gestalten und Trainieren des Alltags
  • Reflektieren und Erhöhen der eigenen Sozialkompetenzen
  • Entwicklung der eigenen Persönlichkeit
  • Zusammenarbeit und Vernetzung mit involvierten Institutionen und Behörden
  • Berufliche Ausbildungs- oder Anschlussmöglichkeiten
  • Individuelle, selbstentwickelte Ziele erarbeiten und verfolgen
  • Vernetzung und Nutzung der zur Verfügung stehenden Angebote der Freizeitgestal- tung, der Gesundheitsförderung und -vorsorge, der Berufs- und Ausbildungsberatung u.ä.
  • Gestalten des sozialen Umfelds und dessen Ressourcen nutzen

In jedem dieser Bereiche können individuelle Ziele definiert und fortlaufend weiterentwickelt werden. Je nach Phase der Begleitung und Entwicklung kann ein Bereich mehr Ge- wicht erhalten und im Vordergrund stehen. Grundsätzlich sollen aber alle Lebensbereiche im Auge behalten werden.

 

Folgende Angebote stehen zur Verfügung:

FAQ

Müssen die jungen Menschen eine Tagesstruktur haben?

Müssen die jungen Menschen eine Tagesstruktur haben? Ja, es ist zwingend, dass die jungen Menschen einer Tagesstrukur (Arbeit, Lehre, Brückenangebot, Praktikum o. ä.) nachgehen. Dies in der Regel an fünf Tagen pro Woche.

Bietet Jugend-plus Tagesstrukturen an?

Nein, Jugend-plus bietet keine Tagesstrukturen an. Jedoch kann auf Anfrage unterstützt und vermittelt werden.

Werden auch junge Frauen betreut?

Ja, das Nebenhaus in Felsberg ist jungen Frauen vorbehalten.

Wie lange dauert der Aufenthalt?

Es gibt werden einen Mindestaufenthalt noch einen maximal Aufenthalt. Die Dauer ist somit unterschiedlich und hängt von der Entwicklung, von der Kooperation und den Perspektiven ab.

Wie geschieht der Übertritt in eine Folgestufe?

Auch hier ist das Vorgehen individuell. Als Faustregel gilt, dass ein Wechsel ins B2 erst ab Volljährigkeit möglich ist. Entscheidend ist jedoch stets die Einschätzung des Teams über die erlangten Kompetenzen des jungen Menschen. Ein Übertritt muss mit allen Beteiligten gut vorbesprochen und entsprechend geplant werden.

Was sind die Ziele eines Aufenthalts?

Diese sind je nach Person unterschiedlich, häufig jedoch können untenstehende als Aufenthaltsziele genannt werden:

  • Unterstützung im Wohnbereich während der Ausbildung
  • Erlernen der nötigen Kompetenzen zum selbständigen Wohnen
  • Unterstützung bei Hausaufgaben
  • Vermittlung bei Konfliktsituationen
  • Erweitern der Sozialkompetenzen
  • Unterstützung im finanziellen und administrativen Bereichen
  • Entlastung möglicher anderer Herausforderungen und Lebenssituationen (Berufsschule, Familie, Job)
  • Erlangen eines Berufsabschlusses
Wie häufig gibt es Standortgespräche?

Zweimal jährlich. Wobei die Zusammensetzung unterschiedlich und altersabhänig ist (Volljährigkeit).

Wie ist die Abdeckung in der Homebase in Felsberg?

In der Nacht schläft stets jemand des Teams im Pikettzimmer. Tagsüber, wenn es die Betreuung zu lässt, ist das Haus zeitweise teilbetreut.

Was für Leute arbeiten im Betreuungsteam?

Das Team besteht aus zu 75 Prozent aus ausgebildeten Sozialpädagogen.

Wird bei externen Konfliktsituationen vermittelt?

Soweit dies die jungen Menschen wünschen und die Ressourcen des Teams dies zu lassen, versuchen Jugend-plus in externen Konfliktsituationen zu vermitteln.

Was kostet der Aufenthalt in den verschiedenen Angeboten?
Was ist mit Alkohol?

Jugendliche und junge Erwachsene sollen einen massvollen Umgang mit Aklohol erlernen. Auf Grund der kulturellen Durchmischung und der oftmals schwierigen Lebensgeschichten der jungen Erwachsenen ist der interne Besitz und Konsum von Alkohol in der Homebase untersagt. Jedoch kann das Team bei besonderen Anlässen Ausnahmen bewilligen.

Was ist mit Drogen?

Gemäss dem geltenden Gesetz ist der Konsum, Besitz und Handel von und mit Drogen in der Schweiz strafbar und somit auch in unseren Wohnangeboten untersagt. Der Konsum von Cannabis in der Adoleszenz erachtet Jugend-plus als hinderlich für den erfolgreichen Berufsabschluss und anhaltender Konsum kann zum Ausschluss führen. Wenn möglich versuchen die Betreuenden in Gesprächen mit den jungen Erwachsenen, auf die Kernpunkte der Problematik einzugehen. Aufklärung und Auseinandersetzung zielen bei illegalen Stoffen klar auf eine abstinenzorientiere Haltung hin.

Wie ist der Umgang mit PC und Handys geregelt?

Ein kompetenter und massvoller Umgang mit Medien ist ein zentraler Punkt in der aktuellen Pädagogik. Es ist daher die Aufgabe des Teams von Jugend-plus den Umgang mit Smartphone, PC, Spielkonsolen und vergleichbaren Medien zu thematisieren, aufzuklären und auf einen adäquaten und selbständigen Umgang hin zu zielen. Bereits beim Eintrittsgespräch wird dies aktiv mit den Klienten angesprochen. Bei problematischem Gebrauch der Medien werden individuelle Regelungen mit dem Klienten getroffen.

Haben Sie weitere Fragen?

Vielleicht gibt Ihnen das Rahmenkonzept die gewünschte Antwort oder Sie schreiben Ihre Frage direkt an Jugend-plus.

Kontakt

Reto Giger
Institutionsleiter Jugend-plus
081 650 04 08
eMail

Team

Das Team von Jugend-plus hat offiziell am 1. Januar 2019 gestartet. Es arbeiten zurzeit zwei Sozialpädagogen, eine Sozialpädagogin und eine Frau als Mitbetreuerin dort. Jugend-plus ist eingebettet in das Pädagogische Kompetenzzentrum der Stiftung Gott hilft und arbeitet organisatorisch mit der Jugendstation ALLTAG in Trimmis zusammen.

Standort

Jugend-plus

Untere Gasse 56
7012 Felsberg

Vollbetreute Wohngemeinschaft (Homebase) - B1

Die vollbetreute Wohngemeinschaft in Felsberg nennt sich Homebase. Der Alltag hier ist so gestaltet, dass die jungen Menschen klare und familiäre Strukturen vorfinden, an denen sie sich orientieren und mit Unterstützung ihre Kompetenzen entwickeln können. Die Klientel wird auf das Führen eines eigenen Haushalts vorbereitet und muss in und ums Haus verschiedene Arbeiten selbständig oder unter Anleitung verrichten. Jede Klientel erhält seinen eigenen Verantwortungsbereich.

Die jungen Männer und Frauen wohnen in Einzel- oder Doppelzimmen. Sie haben an der Hombase verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, können in Dorfvereinen oder in Vereinen der Umgebung mitmachen. Die Klientel hat die Möglichkeit, Unterstützung und Hilfe bei den Hausaufgaben in Anspruch zu nehmen.

Lässt ein aktuelles Klientel eine reduzierte zeitliche Präsenz zu, kann tagsüber das Haus in Felsberg auch unbesetzt sein.

Professionelle Begleitung im externen Wohnen - B2

Die Klientel des begleiteten Wohnens leben entweder in Wohngemeinschaften oder alleine in Studios. Es finden wöchentlich ein bis zwei Coaching-Termine in den jeweiligen Wohnformen statt. Die Jugendlichen sind verpflichtet, an den abgemachten Terminen anwesend zu sein.

In den gemeinsamen Gesprächen werden Themen wie Selbststruktur, Selbstfürsorge, Ordnung und Sauberkeit der Wohnung, Finanzen, Zielsetzung, -überprüfung und -erreichung besprochen. Es gilt eine erhöhte Selbständigkeit als vorausgesetzt.

Beratung zur Eigenständigkeit - B3

Der junge Mensche verfügt bereits über eine eigene Wohnung und benötigt nur in wenigen und einzelnen Bereichen eine punktuelle Beratung. Einmal pro Monat findet ein Treffen in der Wohnform des Klientel statt. Daneben gilt die Holschuld. So hat der junge Mensch die Möglichkeit, in der Homebase zur Hausaufgabenhilfe oder auf Besuch zu kommen.

Organigramm