Angebote für Jugendliche zwischen Schule und Lehrabschluss

«Umbau» von der WG Felsberg in Jugend-Plus

Wohngruppe Felsberg

Im Sommer 2015 war das Jahr der grossen Flüchtlingsströme nach Europa. Die steigende Zahl der unbegleitenden minderjährigen Asylsuchenden (UMA) forderte den Kanton Graubünden, ausgelöst durch politischen Druck, heraus, Wohnstrukturen für Jugendlichen im Flüchtlingsstatus, zu schaffen. Innerhalb weniger Monate erarbeitete die Stiftung Gott hilft gemeinsam mit dem kantonalen Sozialamt ein Konzept und setzte dies umgehend mit dem Start der WG in Felsberg um. Von Beginn weg war die Wohngruppe voll besetzt. Das Team in Felsberg unter der Leitung von Bernhard Caluori leistete eindrückliche Pionierarbeit. Schon bald konnten die ersten Jugendlichen in die nächsten Wohnstufen, in denen eine höhere Selbständigkeit vorausgesetzt wird, wechseln. Die fachliche Grundidee, die Jugendlichen in der ersten Phase auf der Wohngruppe intensiv zu begleiten und anschliessend stufenweise in die Selbständigkeit zu führen, bewährte sich sehr in der Praxis.

Projektumbau

Trotz stark rückläufiger Zahlen möchte der Kanton weiterhin das Angebot für minderjährige Flüchtlinge aufrechterhalten. Die Stiftung Gott hilft wird weiterhin ein Partner des Sozialamts für die Betreuung von Jugendlichen im Flüchtlingsstatus sein und Plätze in Felsberg zur Verfügung stellen. Das Haus in Felsberg wird weiterhin als «Homebase» mit Vollbetreuung nach Bedarf zur Verfügungen gestellt. Ebenfalls werden die Jugendlichen, die bereits in den höheren Wohnstufen sind, weiterbegleitet. Neu wird das Angebot auf männliche und weibliche Jugendliche ohne Migrationshintergrund erweitert.

Diese Neuausrichtung entspricht der pädagogischen Strategie der Stiftung. Seit mehreren Jahren liegt ein Schwerpunkt auf der Angebotsoptimierung zwischen Schulabschluss und Integration in der Arbeitswelt.

Neuer Name – Jugend-plus

Der Projektumbau hat auch eine Namensänderung zur Folge. Neu heisst das Angebot Jugend-plus. Es war uns wichtig, einen Namen zu wählen, der Jugend beinhaltet und dann die verschiedenen Unterstützungsangebote, sei es im Bereich Wohnen, Begleitung oder Arbeitstraining, offen lässt.

Offiziell starten wir mit dem neuen Projekt im Januar 2019.